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Darum sind Kartoffeln gut!

Ein Artikel von Dariusz Wiese – Autor bei Thomas Bluhm und Fitnessexperte

„Kartoffeln machen dick!“ oder „Kohlenhydrate sind schlecht“ – das hast Du sicherlich schon mal gehört, oder?

Ich war auch lange davon überzeugt, dass Kartoffeln nicht gut für mich sind. Schließlich wollte ich abnehmen und gesund sein. Was für ein Fehler!

Damit Du nicht auch in diese Falle tappst, zeige ich Dir, was die Wissenschaft dazu sagt.

Denn diese Fakten hätte ich früher auch gerne gekannt!

Kartoffeln – woher kommt der schlechte Ruf?

Vielleicht kennst Du sie als Knulle, Potacke oder auch als Erdapfel.

Egal wie man sie dreht und wendet, sie bleibt eine unterirdisch heranwachsende Knolle, die zu den Nachtschattengewächsen zählt.

So weit, so unspektakulär – aber glaube mir, die inneren Werte werden Dich überzeugen.

Es gibt noch mindestens 50 weitere Namen für sie, was zeigt, dass sie in aller Munde ist.

Kann sie dann wirklich so schlecht sein, wie man manchmal hört und liest?

Du wirst mir sicher gleich zustimmen, wenn ich Dir sage, woher dieser Ruf wirklich kommt.

Die Kartoffel kann vielseitig zubereitet werden. Beispielsweise indem man sie kocht, backt, brät oder auch frittiert.

Hier sind wir direkt beim Thema, denn womit verbindest Du eine saftige Ofenkartoffel mit Sour Cream? Und nun denk mal an krosse Pommes oder „schön“ fettige Chips vor dem Fernseher?

Du stimmst mir sicher zu, wenn ich sage, dass Kartoffel nicht gleich Kartoffel ist oder?

Was steckt in der Kartoffel?

Ich bin mir sicher, kaum jemand verbindet die Kartoffel mit dem Mikronährstoff, der am meisten in ihr steckt: Vitamin C! Hättest Du das gedacht?

Außerdem enthält sie eine Menge Kalium, Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Sie hat keinen hohen Proteinanteil aber dafür auch nahezu kein Fett. Ganz konkret:

Nährwerte auf 100 g

Kalorien: 87 – Kohlenhydrate 20,1 g – Protein 1,9 g – Fett 0,1 g – Ballaststoffe 1,8 g – Zucker 0,9 g – Wasser 77% (1)

Was Du auf jeden Fall wissen solltest ist, dass der höchste Ballaststoffanteil in der Haut steckt. Und das obwohl sie nur 2% der ganzen Kartoffel ausmacht (2).

Hört sich das für Dich tatsächlich so „ungesund“ an? Die Kartoffel an sich ist hier nicht das Problem, richtig?

Und das war noch lange nicht alles. Ich habe noch 5 weitere Gründe für Dich, Kartoffeln in Deinen Essensplan mit aufzunehmen:

# 1 – Sattmacher

Die gewöhnliche Kartoffel enthält natürlich viele Kohlenhydrate, die herkömmlicherweise für Heißhungerattacken und keine langanhaltende Sättigung stehen.

Paradoxerweise, ist das beim Erdapfel ganz anders.

Denn im Gegenteil zu anderen kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln, macht die Kartoffel so richtig satt. Und dass Dich das bei einer Diät gut unterstützen kann, sagen nicht nur Fitness-Experten. Es ist ein studienbasierter Fakt (3).

Kartoffeln machen so satt, dass Du über den Tag verteilt deutlich weniger Kalorien aufnimmst.

Zusätzlich konnte in einer Studie erforscht werden, dass es dafür auch einen Grund gibt.

Denn das in der Kartoffel enthaltene Protein PI2, senkt Deinen Appetit (4)(5). Das gilt natürlich nicht für die Chipstüte neben der Couch ;-).

# 2 – Vitamine und Minerale

Die Kartoffel mag von außen nicht besonders aussehen, aber in ihr stecken zahlreiche gesunde Vitamine und Minerale, wie zum Beispiel:

  • Kalium (6)(7)
  • Vitamin C
  • Folsäure
  • B6

Um die wertvollen Nährstoffe der Kartoffel nicht „totzukochen“, solltest Du sie möglichst schonend garen oder backen, denn dann bleiben sie nahezu vollständig erhalten.

Kalium ist vor allem wichtig, um Deinen Blutdruck zu regulieren und kann ein bedeutender Faktor für die Herzgesundheit sein.

Das Vitamin C ist der allseits bekannte Immunsystembooster.

Nicht weniger wichtig ist die Folsäure. Sie ist für den Zellwachstum notwendig und für Schwangere unabdingbar.

Wie unscheinbar die Kartoffel auch ist, sie könnte sehr wertvoll für jeden von uns sein. Und das Beste? Fast niemand muss darauf verzichten, denn nahezu jeder kann sie essen.

Dazu aber später mehr.

# 3 – Sicherheit

Kennst Du jemanden mit einer Kartoffelallergie?

Ich auch nicht. Und genau das ist der Punkt.

Denn kaum jemand reagiert allergisch auf dieses Lebensmittel, obwohl es heutzutage wirklich zahlreiche Reaktionen auf so ziemlich alles gibt.

Immunreaktionen auf Kartoffeln sind kaum bekannt.

Natürlich möchte ich nicht verschweigen, dass es sie gibt. Es ist sogar ziemlich interessant, welche Kreuzallergie dazu verhäuft nachgewiesen wurde.

Denn wenn Du allergisch auf Latex reagierst, könnte es auch sein, dass Du Kartoffeln nicht gut verträgst (8).

Getreu dem Motto Häufiges ist häufig und Seltenes ist selten, ist es trotzdem sehr unwahrscheinlich, allergisch auf Kartoffeln zu reagieren.

Und damit hat sie einen großen Vorteil gegenüber zahlreichen Lebensmitteln.

# 4 – Schutz

Kartoffeln enthalten eine ordentliche Portion Antioxidantien, die Deinen Körper vor freien Radikalen schützen (9). Und das ist gut so, denn freie Radikale wollen Schaden in Deinem Körper anrichten.

Außerdem schützen sie Dich vor chronischen Krankheiten, wie vor allem Herzkreislauferkrankungen, Diabetes und sogar Krebs (10).

Es ist sogar belegt worden, dass sie das Wachstum von Leber- und Darmkrebszellen hemmen kann (11).

Kartoffeln enthalten Antioxidantien, die Deinen Körper vor zahlreichen Erkrankungen schützen können.

# 5 – Verträglichkeit

Wusstest Du, dass Kartoffeln von Natur aus glutenfrei sind?

Glutenunverträglichkeit beschäftigt viele Menschen heutzutage. Denn was man lange nicht wusste ist, dass genau diese für viele Beschwerden, wie

  • Unwohlsein
  • Bauchkrämpfe
  • Hautausschlag
  • Darmprobleme

verantwortlich sein kann (12), die man lange Zeit auf die Psyche geschoben hat und nicht erklären konnte.

Wenn die in der Kartoffel enthaltene resistente Stärke in den Darm trifft, heißt es für die guten Darmbakterien „Mahlzeit!“. Denn sie können die Stärke als Futter benutzen und werden dann zu kurzkettigen Fettsäuren im Darm (13).

Kartoffeln sind glutenfrei und damit gut verträglich. Die enthaltene Stärke kann dazu beitragen Deinem Körper Schutz zu bieten.

Die kurzkettigen Fettsäuren senken die Entzündungswerte in Deinem Körper und können sich somit positiv auf vorgehende Entzündungsprozesse einwirken.

Sie stärken Dein Immunsystem und senken gleichzeitig das Risiko an Darmkrebs, Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa zu erkranken (14).

Es war ein Missverständnis

Kartoffeln mussten ein langes Dasein unter falschem Ruf fristen. Sie wurden und werden teilweise heute noch dafür verantwortlich gemacht, für Gewichtsprobleme und damit einhergehende Krankheiten verantwortlich zu sein. Gerade unter „Deutschen Kartoffeln“ ;-).

Dabei stimmt das nicht!

Denn an dem verkehrten Image ist ganz allein die falsche Zubereitung oder Art der Kartoffel (Pommes, Chips, usw.) schuld.

Das Problem ist schließlich nicht der Erdapfel, sondern das Frittieren und die Liter an Öl, mit dem sich die Kartoffel vollsaugt. Noch ein paar Gewürze und Geschmacksverstärker dazu – fertig ist die Packung Chips.

Die Kartoffel hingegen mit einer Portion Sour Cream oder Quark und einem Schuss Leinöl ist nährwerttechnisch ein Traum und macht einfach super satt!

Kartoffel ja oder nein?

Ganz klares ja!

Die Kartoffel ist gesund, leicht zuzubereiten, lecker, günstig und hält sich auch eine Weile wenn man sie im Dunkeln lagert.

Wer kann bei einer schönen Portion fettarm gebratener Bratkartoffeln mit Ei und etwas Schinken nach dem Sport wirklich „Nein“ sagen?

Sei kein Couchpotato, iss Kartoffeln 🙂

Auf der nächsten Seite haben wir für dich weitere Superfoods in einem kompakten Ratgeber zusammengefasst (lecker, gesund und wissenschaftlich belegt):

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LG

Dariusz

Wissenschaftliche Nachweise:

(1)“Potatoes, raw, skin“
(2) „Potatoes and human Health.“
(3) „Protein, weight management, and satiety.“
(4) „Oral administration of proteinase inhibitor II from potatoes reduces energy intake in man.“
(5) „Potato protease inhibitors inhibit food intake and increase circulating cholecystokinin levels by a trypsin-dependent mechanism.“
(6) „REVIEW: An overview of the role of potatoes in the UK diet“
(7) „Health effects of sodium and potassium in humans.“
(8) „Evaluation of patatin as a major cross-reactive allergen in latex-induced potato allergy.“
(9) „Antioxidants in potato.“
(10) „Chronic inflammation and oxidative stress as a major cause of age-related diseases and cancer.“
(11) „Inhibitory effect of antioxidant extracts from various potatoes on the proliferation of human colon and liver cancer cells.“
(12) „Celiac disease: management of persistent symptoms in patients on a gluten-free diet.“
(13) „Short-chain fatty acids and human colonic function: roles of resistant starch and nonstarch polysaccharides.“
(14) „Butyrate utilization by the colonic mucosa in inflammatory bowel diseases: a transport deficiency.“

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